Alarmierungszeit
25.10.2026 um 22:30 Uhr
Einsatzinformationen
Einsatzort: Reußenköge (Hamburger Hallig)
Alarmierungsart: DME + Divera
Mannschaftsstärke: Vollalarm
Einsatzkräfte
FF Bredstedt
– KdoW, LF 16/12, RW, Wachbesetzung
FF Reußenköge
Rettungsdienst
Einsatzleitung Rettungsdienst
DLRG Husum
Landespolizei
Marinefliegergeschwarder 5 (SAR)
Einsatzbericht
Wir wurden mit dem Stichwort TH WASSER Y (Technische Hilfeleistung auf oder an Gewässern mit Menschenleben in Gefahr) zur Unterstützung der Feuerwehr Reußenköge in den Bereich der Hamburger Hallig alarmiert.
Vor galt eine Person, die sich mit ihrem Kraftfahrzeug zwischen dem Außendeich und der Hamburger Hallig befand, als vermisst. Sie war bei auflaufender Sturmflut von der Hallig in Richtung Binnenland unterwegs gewesen und mit ihrem Fahrzeug in den Fluten steckengeblieben. Der genaue Standort war zunächst unklar. Aufgrund der besonderen örtlichen Gegebenheiten und des überfluteten Marschvorlandes war eine Rettung von der Seeseite aus ausgeschlossen. Auch eine Rettung aus der Luft kam aufgrund des anhaltenden Sturmtiefs „Manja“ zunächst nicht infrage. Da zeitweise telefonischer Kontakt zur betroffenen Person bestand, konnte deren Standort etwa drei Kilometer vor dem Außendeich lokalisiert werden. Bei kontinuierlich steigendem Wasserstand saß die zu rettende Person hilflos auf dem Dach ihres Fahrzeugs fest. Erste Rettungsversuche, bei denen mit einem Trecker durch die Wassermassen zur Person vorgedrungen werden sollte, scheiterten bereits nach wenigen hundert Metern. Die zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräfte der DLRG aus Husum ließen sich in die Lage einweisen und begannen einen Rettungsversuch mit einem Schlauchboot. Zum Einsatz kam speziell geschultes und ausgerüstetes Personal. Parallel dazu alarmierte die Kooperative Regionalleitstelle Nord einen SAR-Hubschrauber (Search and Rescue) der Deutschen Marine vom Marinefliegergeschwader 5 in Rostock-Warnemünde. Aufgrund der Wetterbedingungen stellte dieser zu diesem Zeitpunkt die einzige potenzielle Möglichkeit einer Luftrettung dar. Nach etwa eineinhalb Stunden Einsatzdauer konnte die inzwischen entkräftete und stark unterkühlte Person von der Bootsbesatzung der DLRG aufgenommen und anschließend sicher an Land gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt ragten nur noch wenige Zentimeter des Fahrzeugdachs aus der Nordsee. Die Feuerwehr Bredstedt unterstützte die landseitigen Maßnahmen und koordinierte den gesamten Funkverkehr zentral über den Kommandowagen (KdoW), der als einsatzführendes Fahrzeug fungierte.
Die Feuerwehr Bredstedt wünscht eine schnelle Genesung und bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die gute Zusammenarbeit.
Presseberichterstattung: shz – Husumer Nachrichten


