Alarmierungszeit

18.12.2023 um 17:37 Uhr

Einsatzinformationen

Einsatzort: Bargum
Alarmierungsart: DME + Divera
Mannschaftsstärke: Vollalarm

Einsatzkräfte

FF Bredstedt
– KdoW, LF 16/12, DLK 23/12, RW 1, TLF 16/24, MZF, weitere Kräfte in Bereitstellung

FF Bargum

FF Mönkebüll

Amtswehrführung

THW Niebüll (Fachberatung)

THW Kiel (Abbruch)

Suchhundestaffel (Abbruch)

Rettungsdienst

Polizei

Landwirte

Einsatzbericht

Wir wurden mit dem Stichwort (Technische Hilfeleistung mit Menschenleben in Gefahr) zur Unterstützung nach Bargum alarmiert.

Vor Ort wurde ein Kleinkind in einer großen Scheune mit gestapelten Strohballen vermisst, der letzte Aufenthaltsort galt anfänglich als unklar. In gemeinsamer Anstrengung aller eingesetzten Einsatzkräfte lief eine großangelegte Suchaktion an. In der Scheune wurden mit Radladern und per Hand die Strohballen abgetragen, während parallel Einsatzkräfte, mit Wärmebildkamera ausgerüstet und durch Leinen gesichert, Hohlräume und kleinste Spalten kontrollierten. Im Außenbereich wurden Suchtrupps aufgestellt, die das Gelände und umliegende Flächen absuchten. Dabei kam auch unsere Drehleiter und eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um von oben große Bereiche überblicken zu können. Im frühzeitigen Einsatzverlauf wurden Suchhunde angefordert, um das Einsatz- und Suchgebiet begrenzen zu können. Ebenso erfolgte die Alarmierung von Spezialisten des THW Kiel, welche über eine Ortungssonde (Trümmersuche z.B. nach Erdbeben) verfügen. Nach über einer Stunde intensivster Suche und Arbeit konnte das Kind, in einem kleinen Hohlraum tief zwischen Ballen steckend, gefunden und dem Rettungsdienst zugeführt werden. Auch wenn wir als Feuerwehr grundsätzlich keine Angaben zu Patientenzuständen machen – Das Kleinkind befand sich, zur Erleichterung aller Anwesenden, ausschleißlich in einer Zwangslage und blieb augenscheinlich vollständig unversehrt.

Der Einsatz dient als Paradebeispiel für die reibungslose Zusammenarbeit von Einsatzkräften unterschiedlichster Organisationen und zeigt auch, wie gut und besonnen die Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander funktioniert. Wir danken allen Einsatzkräften für die hervorragende Arbeit und ziehen unseren Hut vor all den anderen mitwirkenden Kräften, wie zum Beispiel den helfenden Landwirten!