Dienstag, 19. November 2019
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Aktuelles

Das 648.000 Euro teure neue Drehleiterfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr ist jetzt offiziell im Einsatz.

12.04.2019 - Bredstedt 

Mit großem Bahnhof wurde das nagelneue Drehleiterfahrzeug mit Korb (DLK) der Freiwilligen Feuerwehr Bredstedt am Wochenende in Dienst gestellt. Es hat 299 Pferdestärken, 16 Tonnen Gewicht, und eine 32 Meter lange ausfahrbare Leiter an Bord. Deren vorderer Teil kann mit Hilfe eines Teleskoparmes mitsamt dem daran befestigten Rettungskorb abgeknickt werden, um näher an den Ort des Geschehens heranzukommen – alles elektronisch steuerbar. Das Fahrgestell kommt von Mercedes Benz, der Aufbau von Rosenbauer. Das neue Drehleiterfahrzeug löst das 37 Jahre und einen Monat alte DLK 23/12 (Baujahr 1982) ab, das nun verkauft werden soll.

Wehrführer Kai Lorenzen begrüßte eine Reihe von Gästen, darunter Kommunalpolitiker aus dem Stadt- und Amtsgebiet, Vertreter der Feuerwehren sowie eine Abordnung der Partnerwehr Schüttorf.

Bredstedts Bürgermeister Christian Schmidt unterstrich: „Mit 648.000 Euro ist das die bisher größte Einzel-Investition in den Fuhrpark der Feuerwehr Bredstedt. Aber sie ist notwendig. Wir haben ein Rettungsgerät erworben, das in vielen Einsätzen entscheidend sein kann – und das in Einsatzfällen im Stadt-, Amts- sowie Kreisgebiet, auch kreisübergreifend, eingesetzt wird.“ Daher habe das Amt Mittleres Nordfriesland 80.000 Euro beigesteuert sowie das Land Schleswig-Holstein als Sonderbedarfszuweisung 230.000 Euro, ferner der Kreis Nordfriesland aus Mitteln der Feuerschutzsteuer 220.000 Euro.

Der Weg dahin habe viel Arbeit und Zeit für die Verwaltung, aber noch viel mehr dem Ehrenamt, gekostet, so Schmidt. Eine entscheidende Voraussetzung für die Anschaffung war der Feuerwehrbedarfsplan, in dem bis ins kleinste Detail belegt werden muss, ob und warum diese benötigt wird. Der Herausforderung hatten sich Alexander Knauf und der stellvertretende Wehrführer Henning Martensen gestellt. Sie kamen auf eine 42-seitige Ausarbeitung. „Neulich habe ich mit unserem Kämmerer Stefan Hems und meinem Amtsvorgänger Knut Jessen darüber gesprochen: Aus dem Innenministerium hat es geheißen, dass ein so guter Bedarfsplan noch nie vorgelegen hat“, berichtete Christian Schmidt. Beiden habe er zu danken, dass die wesentlichen Bausteine der Finanzierung auf den Weg gebracht wurden und in der Stadtpolitik für das Projekt erfolgreich geworben worden sei. „Vielen Dank an die Stadtvertretung, die den Bedarf nie in Frage gestellt hat, und Danke an die Verwaltung, insbesondere Mareike Grünberg, für die Hilfe“, so der Bürgermeister.

Nichts geht ohne Ehrenamtliche

Doch ohne die aktiven Ehrenamtler, die viel Zeit investiert haben, mit anderen Wehren gesprochen, mehrfach nach Karlsruhe zu Besprechungen und Schulungen gefahren sind, hätte es auch nicht geklappt. So sei nur das nötigste und wichtigste im Fahrzeug verbaut worden. Stellvertretend nenne er den federführenden Gruppenführer 5. Gruppe, Wolfgang Denß, für den schon die alte Drehleiter mit insgesamt 1100 Betriebsstunden mehr als nur ein Arbeitsgerät geworden ist. Seine Gruppe mit Gruppenführer Heiko Borchers, Arne Hansen, Detlef Nissen, Stefan Hems und Birger Petersen, habe sich intensiv schulen lassen und gebe das Wissen kontinuierlich an die Mannschaft weiter. „Trotz allem Wissen und Top-Technik ist es das Wichtigste, dass Ihr alle heil bleibt beim Einsatz für den Nächsten“, so Schmidt.

„Wenn Sie einen einzigen Menschen mit dem neuen Fahrzeug retten, dann hat sich die Anschaffung schon gelohnt. Auch Ihre Arbeit als Ehrenamtler für unser aller Sicherheit ist unbezahlbar. Ich überbringe Glückwünsche und Gottes Segen“, sagte Pastorin Wiltraud Schuchardt.

– Quelle: https://www.shz.de/23402107 ©2019

 

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