Alarmierungszeit
11.02.2026 um 04:03 Uhr
Einsatzinformationen
Einsatzort: Bredstedt (Gewerbepark)
Alarmierungsart: DME + Divera
Mannschaftsstärke: Vollalarm
Einsatzkräfte
FF Bredstedt
– KdoW, LF 10, DLK 23/12, LF 16/12, TLF 16/24, MZF
FF Bordelum
FF Breklum
FF Ost-Langenhorn
Amtswehrführung AMNF
Kreiswehrführung NF
KFV Nordfriesland
Rettungsdienst
DRK OV Bredstedt
PSNV B+E
Landespolizei
Bundespolizei
Wasserverband
Tiefbauunternehmen
Einsatzbericht
Wir wurden mit dem Stichwort FEU (Feuer) zu einem unklaren Feuerschein in den Bredstedter Gewerbepark alarmiert.
Vor Ort hatten Anrufer einen unklaren Feuerschein festgestellt und daraufhin die Notrufnummer 112 gewählt. Bereits auf der Anfahrt konnte die Leitstelle Nord die Einsatzadresse konkretisieren, da das Brandobjekt in Reichweite der örtlichen Bundespolizeidienststelle lag. Diese bestätigte einen Lagerhallenvollbrand; der grelle Feuerschein war bereits aus der Stadt gut zu erkennen. Aufgrund dieser Informationen ließ der Einsatzleiter das Stichwort noch während der Anfahrt auf FEU G (Feuer groß) erhöhen und die Feuerwehr Bordelum nachalarmieren. Die erste Erkundung zeigte einen Teilabschnitt des Hallenkomplexes in Vollbrand. Ein sich auf der Rückseite befindlicher oberirdischer Gastank war zeitweise von Flammen beaufschlagt und immenser Hitzestrahlung ausgesetzt, weshalb erste Trupps mit handgeführten Rohren eine Riegelstellung aufbauten. Parallel wurde die Drehleiter zur unmittelbaren Brandbekämpfung eingesetzt. Die Feuerwehr Bordelum unterstützte mit Atemschutzgeräteträgern und baute eine umfangreiche Wasserversorgung auf. Der Gastank konnte im Verlauf durch einen stationären Wasserwerfer dauerhaft gekühlt und geschützt werden. Weitere Trupps unter Atemschutz unterstützten die umfangreichen Löschmaßnahmen, während die Brandausbreitung an einer Brandschutzwand gestoppt wurde, sodass der Bürotrakt nahezu schadfrei gehalten werden konnte. Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten wurden im Einsatzverlauf zusätzlich gezielt Atemschutzgeräteträger aus Breklum und Ost-Langenhorn nachgefordert. Die Feuerwehr Breklum unterstützte darüber hinaus mit ihrer Thermaldrohne bei der Suche nach Glutnestern unter der mittlerweile eingestürzten Hallenkonstruktion. Mithilfe eines Mobilbaggers konnten auch schwer erreichbare Hitzequellen freigelegt und abgelöscht werden. Die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte übernahm anfänglich der Regelrettungsdienst, der im Verlauf durch Kräfte des DRK Bredstedt abgelöst wurde. Die Feuerwehr Bredstedt befand sich rund sechs Stunden im kontinuierlichen Einsatz.
Da es sich bei dem Brandobjekt um ein Beerdigungsinstitut handelte, wurde frühzeitig die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene und Einsatzkräfte (PSNV B+E) in den Einsatzablauf eingebunden. Seitens der Feuerwehr werden hierzu keine weiteren Angaben gemacht.
Die Feuerwehr Bredstedt bedankt sich bei allen eingesetzten Organisationen und Einsatzkräften für die herausragende Zusammenarbeit, wodurch ein vollständiger Gebäudeverlust verhindert werden konnte.
Presseberichterstattung: NDR SH, shz – Husumer Nachrichten, Welt.de



